Ernährungsseminar „Trockenfutter, was steht drauf, was ist drin“

Erfahrungsbericht zum Ernährungsseminar „Trockenfutter, was steht drauf, was ist drin“

Wow! Dass die Menge an Kräutern und Gemüsesorten nicht entscheidend sind für die Verwertbarkeit des Futters durch den Hund, das glauben wir ja sofort.
Aber was K1, K2 und K3 bedeuten, warum „Rohasche“ heißt wie sie heißt und welche Stoffe damit gemeint sind, was alles NICHT ins Hundefutter darf oder woran wir erkennen, ob die getrockneten Ohren, die wir verfüttern, aus Europa kommen, das haben wir gestern gelernt.
Und auch, was Alleinfuttermittel bedeutet, dass eine Überversorgung mit Calcium und Phosphor für den erwachsenen Hund vermieden werden muss, dass aber der Welpe unbedingt ausreichend (und mehr als der erwachsene Hund) davon braucht.

Wir erfuhren, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, Trockenfutter herzustellen und dass stets Kohlehydrate darin enthalten sind.

Gut verständlich hat uns Stephanie Schmitt über Trockenfutter aufgeklärt.
Und uns aufs Glatteis geführt, indem sie uns die Zusammensetzung fünf verschiedener Hundefutter zur Bewertung vorlegte. 75 % Frischfleischanteil heißt nämlich noch gar nichts, dieses Futter hatte schlussendlich den höchsten Anteil an Kohlehydraten.

Ist Trockenfutter also per se schlecht? Gar nicht. Ein großer Vorteil vom Trockenfutter ist z. B. dass bei korrekter Herstellung kaum Feuchtigkeit enthalten ist, und damit können sich Bakterien darin nicht vermehren.
Wenn Sie bis jetzt gegen Trockenfutter waren, bringt Sie dieses Seminar ganz schön zum Nachdenken.
Außerdem sind wir jetzt doch einigermaßen beruhigt:
Die Lebensmittel-Tauglichkeit ALLER Inhaltsstoffe für ALLE Arten von Futtermitteln ist in Europa vorgeschriebenes Gesetz, radioaktiv verseuchtes Wildschwein-Fleisch oder das Fleisch kranker Tiere darf auch nicht ins Hundefutter.

Verbleibt diese Analyse der Inhaltsstoffe: Wenn ich jetzt im Laden stehe und ein neues Futter kaufen will, werde ich wohl einen Block mitnehmen und Rohproteine, Rohaschen und Rohfette addieren, ggf. noch den Wassergehalt dazurechnen und dann erfahren, wie viel Kohlehydrate denn jetzt dieses Futter hat. Außerdem werde ich Calcium- und Phosphorgehalt mit den für den Hund zuträglichen Mengen abgleichen, bevor ich mich für ein Hundefutter entscheide.
Ich bin leider ziemlich sicher, man kann mir immer noch ein X für ein U vormachen, sodass ich das Thema Futter wohl nie mehr ohne Recherche entscheiden werde.
Wir haben noch zwei Termine zum Thema Ernährung im Angebot: